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Treffen des Frauenkreis Eppenrod

Der Frauenkreis Eppenrod trifft sich am

Dienstag, den 9. November um 14:30 Uhr am Kloster Arnstein.

Dort erwartet uns eine Klosterführung mit anschließenden Kaffee trinken. 

Den Abschluss wird eine Andacht um 17:00 Uhr bilden.

#beziehungsweise: jüdisch und christlich - näher als du denkst

Sukkot -Laubhüttenfest

„Das Laubhüttenfest sollst du sieben Tage lang feiern, wenn du den Ertrag einbringst von deiner Tenne und deiner Kelter. Und du sollst an deinem Fest fröhlich sein, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, der Levit, der Fremde, die Waise und die Witwe, die an deinem Ort wohnen. Sieben Tage lang sollst du dem Ewigen, deinem Gott, das Fest feiern an der Stätte, die der Ewige erwählen wird, denn der Ewige, dein Gott, wird dich mit all deinem Ertrag und bei aller Arbeit deiner Hände segnen, darum sollst du fröhlich sein.“ (Deut 16, 13-15)

Die Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg erzählt:

„Kaum ist Jom Kippur zu Ende gegangen, da sind auch schon die ersten Hammerschläge für den Bau der Sukkah (der Laubhütte) zu hören. Eine Hütte aus Holzwänden oder Zeltplanen entsteht, mit einem durchlässigen Dach, das nur aus Zweigen und Blättern besteht. Gerade erst haben wir zu den Hohen Feiertagen über die Neuordnung mancher Aspekte unseres Lebens nachgedacht, da ziehen wir auch schon symbolisch in eine dünnwandige Hütte, die uns auf eine ganz sinnliche Weise spüren lässt, was Unsicherheit und Vertrauen bedeuten. Das zentrale Gebot von Sukkot besteht darin, für sieben Tage die eigene stabile, warme Wohnung mit einer provisorischen Behausung zu vertauschen. Das soll uns die Wüstenwanderung vergegenwärtigen, als die Menschen ebenfalls in behelfsmäßigen Unterkünften lebten. Ihre ganze Existenz war ein Provisorium, eine Übergangsphase zwischen dem Aufbruch aus der Sklaverei und dem Ankommen im eigenen Land.

Die Laubhütten sind bunt geschmückt mit Girlanden, Obst, Kinderzeichnungen und Bastelarbeiten, aber die entscheidende Sache ist das Laubdach, das ganz durchlässig ist: … Man ist darin Kälte und Regen ausgesetzt, und das lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die menschliche Schutzbedürftigkeit. Nicht in die Annehmlichkeiten unseres Wohlstands sollen wir unser Vertrauen setzen, sondern in das Behütetsein durch Gott. …Wir sollen uns für einige Tage dieser Erfahrung von Ungewissheit aussetzen, damit wir diese Erkenntnis nicht nur mit dem Kopf verstehen, sondern mit allen Sinnen.“

Am Ende der Erntezeit begangen ist das Laubhüttenfest zugleich das Erntedankfest. „Der Ewige, dein Gott, wird dich mit all deinem Ertrag und bei aller Arbeit deiner Hände segnen, darum sollst du fröhlich sein.“ (Deut 16, 15)

Zur Festtagsfreude gehört auch die Gastfreundschaft. Es ist üblich, sich gegenseitig in der Sukkah zu besuchen und gemeinsam zu essen. …

Viele der Rituale zu Sukkot haben Wasser zum Inhalt, denn wenn es im nun beginnenden Winter nicht genug regnet, drohen Dürre, Hunger und Not. Regen steht auch im Fokus des unmittelbar an Sukkot anschließenden Feiertags Schemini Atzeret. Vielen ist er vor allem für sein Regengebet bekannt. Der Kantor trägt einen Kittel, das traditionelle Sterbegewand, und trägt ein Poem voll biblischer Bezüge vor, an dessen Ende die flehentliche Bitte erklingt:

„Begnade uns mit Wassermengen, denn du bist der Ewige, unser Gott,der den Wind wehen und den Regen fallen lässt.

Zum Segen und nicht zum Fluch.

Zum Leben und nicht zum Tod.

Zur sättigenden Fülle und nicht zum Mangel.“

Über viele Jahre wurde das Flehen um Regen in hiesigen Breiten eher belächelt und als ein Relikt unserer auf den Nahen Osten verweisenden Liturgie betrachtet. Aber nachdem auch hierzulande sich der Klimawandel bemerkbar macht und mehrere regenarme Jahre in Folge sichtbare Schäden in Natur und Landwirtschaft hinterließen, gewinnt dieses Thema an neuer Aktualität. So erinnern uns die Laubhütten zu Sukkot und das Regengebet zu Schemini Atzeret daran, dass wir nicht losgelöst von der Natur existieren können und unser Leben von einer Haltung der Dankbarkeit geprägt sein sollte.

Erntedankfest

Rund um den Altar stapeln sich Kürbisse, Kartoffeln, Weintrauben und weitere Arten von Obst und Gemüse. Häufig ist auch eine aus Getreide geflochtene Krone in der Kirche aufgerichtet. In manchen Kirchen gibt es „Teppiche“ aus Blumen oder Körnern und Brote, die mit Erntemotiven verziert werden. Ein buntes und lebendiges Bild zeigt sich dort, wo sonst häufig nur eine weiße Spitzendecke, ein Blumentopf und ein Kreuz den Altar schmücken. Der Alltag und die Welt von draußen sind in die Kirche eingezogen. Gottes reichhaltige Schöpfung wird sicht- und greifbar. Das Erntedankfest ist ein Feiertag, dessen Sinn sich sehr leicht erschließen lässt – was vermutlich auch zur großen Beliebtheit und breiten Verankerung dieses Festes im Christentum führt.

Das Erntedankfest erfreut sich im gesamten mitteleuropäischen Christentum großer Beliebtheit und wird dort im Herbst gefeiert. Es ist das einzige Fest des liturgischen Jahres, das ausschließlich auf das Naturjahr bezogen ist. Somit ist es grundsätzlich ein bewegliches Fest, das je nach Klimazone oder Kontinent zu unterschiedlichen Zeiten gefeiert werden kann. Dass es keinen festen Platz im liturgischen Kirchenjahr hat, hat jedoch noch einen weiteren Grund: Während die Feste im Kirchenjahr an das Leben, Sterben und die Auferstehung Jesu Christi sowie die Erwartung seiner Wiederkunft erinnern (vgl. die Feste Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Christkönig), hat das Erntedankfest keinen Bezug zu diesen verschiedenen „Stationen“ des Lebens Jesu.

Die liturgischen Texte kreisen um Themen wie Dankbarkeit für die Gaben der Schöpfung und die Mahnung zu einem solidarischen Miteinander. Auch die Evangelientexte setzen diese Linie fort: So warnt das Gleichnis vom reichen Kornbauern (Lk 12,15-21) vor Habgier und Egoismus, während die Erzählung vom dankbaren Samariter (Lk 17,11-19) zu Dankbarkeit für Gottes Heilswirken aufruft. Die Speisung der 4000 (Mk 8,1-9) erinnert an die großzügige Versorgung Gottes aller Menschen.

Die Gottesdienste zum Erntedankfest werden häufig besonders gestaltet: Ob als Familiengottesdienst oder in der evangelischen Kirche mit Abendmahlsfeier. In der Feier selbst werden die Erntegaben, die den Altar schmücken, gesegnet, wird für die gute Ernte gedankt und um ein solidarisches Miteinander mit den Notleidenden gebetet. Im Hintergrund steht die Erfahrung, dass sich der Mensch nicht sich selbst verdankt. Die christliche Tradition sieht – ebenso wie die jüdische Tradition – Gott als den Schöpfer der Welt, der ihr Leben und Nahrung schenkt. Daher wird Gott an diesem Fest für die Gaben der Natur gedankt. Gleichzeitig erinnert das Fest daran, dass die Gaben der Schöpfung gerecht verteilt werden müssen. Die soziale Verantwortung, die aus den reichen Gaben erwächst, und das Teilen mit den Bedürftigen sind zentrale Inhalte des Festes und zeigen sich symbolisch darin, dass die Erntegaben des Altarschmucks im Anschluss an die Gottesdienste zum Erntedankfest häufig an bedürftige Menschen verteilt werden. In Zeiten und Räumen, die durch Industrialisierung, technologischen Fortschritt und Digitalisierung den unmittelbaren Bezug zur landwirtschaftlichen Ernte und die damit einhergehende Abhängigkeit verloren haben, kann das Erntedankfest für die grundsätzliche Verwiesenheit des Menschen auf die Natur und ihre Ressourcen sensibilisieren. In diesem Sinn kann das Fest als Erinnerung an die Bewahrung der Schöpfung und als Mahnung zum verantwortlichen Umgang mit der Natur verstanden und gefeiert werden.

(Gekürzter Text von Dr. Christiane Wüste)

Mein TIPP: Lassen Sie doch mal am Abend den Tag revuepassieren und überlegen Sie, wofür Sie Gott danken können. Und tun Sie das dann auch.

Es grüßt Sie Pfrin. Irene Vongehr mit Pfrin. Melanie Schneider und Pfrin. Kerstin Janott.

Ausführliche Texte unter: www.juedisch-beziehungsweise-christlich.de

Auch wir leben mit Corona bedingten Einschränkungen

deshalb können viele unserer Angebote zur Zeit nicht stattfinden.

Bitte informieren Sie sich in einem der Gemeindebüros oder Pfarrämter.

Hier können Sie erfahren, welche Angebote zur Zeit stattfinden.

Auch die Kontaktdaten der für das Angebot Zuständigen bekommen Sie hier.

Angebote für Frauen

Frauenkreis Holzappel                                                                                                            

14tägig Mittwochs im Ev. Gemeindehaus Holzappel

Frauenkreis Horhausen                                                                                                           

14tägig Mittwochs im DGH Horhausen

Frauenkreis Langenscheid                                                                                                     

14tägig Donnerstags im DGH Langenscheid

Frauenkreis Dörnberg                                                                                                             

14tägig Mittwochs im Gemeindehaus

Frauenkreis Eppenrod                                                                                                                   

am 2. Dienstag im Monat im Pfarrgarten oder Pfarrbüro

 

 

 

 

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